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"Schönbi" kehrt zu seinem FC Urdorf zurück

Limmattaler Zweitligist gelingt Transfercoup

Der langjährige FCZ-Publikumsliebling Marco Schönbächler tritt als Profifussballer zurück. Und wechselt zum FC Urdorf! Seinen Stammverein hatte er einst als 12-Jähriger verlassen.


Es ist ein stiller Abgang. Seit einem Jahr war Marco Schönbächler ohne Verein, nachdem ihm der FC Zürich keinen neuen Vertrag mehr offeriert hatte.

Noch im Winter sagte er der "NZZ am Sonntag", er sei nicht bereit aufzuhören, zwei Jahre wolle er mindestens noch spielen. Und sein Berater Dino Lamberti betonte, es gebe immer wieder einmal Anfragen. "Aber Marco macht nicht alles. Ich respektiere das."


Jetzt zieht Schönbächler einen Schlusstrich. Mit 32. Dem Fussball bleibt er dennoch verbunden - nun einfach auf der Amateurbühne. "Schönbi" geht dorthin, wo als 8-Jähriger alles begann - zu seinem FC Urdorf.


Comeback in 2. Liga und Juniorenausbilder


Bei seinem Stammklub wird er die in der 2. Liga spielende erste Mannschaft verstärken und zusätzlich im Bereich der Juniorenausbildung tätig sein.


Der Regionalfussball ist damit um eine echte Attraktion reicher. Erstmals live zu beobachten sein könnte er am Donnerstag, 8. September, wenn der FCU bei den Blue Stars gastiert.


Dass Schönbächler aufs Urdorfer Chlösterli zurückkehrt, spricht für ihn. Manch ambitionierter Klub aus der Region - und sicher auch weit darüber hinaus -, hätte wohl für eine mögliche Verpflichtung das Portemonnaie weit aufgemacht.





Finanzstarke Amateurklubs blieben aussen vor


Tatsächlich sollen finanzstarke Vereine aus der 1. Liga oder 2. Liga inter an ihm dran gewesen sein. Dazu dürfte man sicher auch den FC Dietikon zählen, der sich im letzten Winter offenbar vergeblich um ihn bemüht hatte.

"Ich wollte nicht mehr dreimal oder öfter pro Woche auf dem Platz stehen. In Urdorf trainieren wir zweimal, das passt", sagt Schönbächler der "Limmattaler Zeitung". Und: Damit wird wahr, was er schon vor rund einem Jahr dem Lokalblatt gesagt hatte: "Es wäre schön, wieder einmal beim FC Urdorf zu spielen, wenn meine Profikarriere definitiv zu Ende ist." Der 32-Jährige gab damals auch an, sich seiner Heimatstadt nach wie vor sehr verbunden zu fühlen: "Meine Familie wohnt in Urdorf und praktisch alle meine Freunde sind noch hier."


Und was verdient Schönbächler bei den "Stieren"? "Nichts. Unter meiner Leitung haben wir noch keinem Spieler ein Gehalt oder Spesen bar ausbezahlt. Und das wird sich auch nicht ändern", sagt dazu Präsident René Janz. Er würde aber wie jeder andere Juniorentrainer eine Entschädigung erhalten.


Zweimal Meister und Cupsieger


Der FCU erhält damit einen zweifachen Schweizer Meister (2007 und 2009) und Cupsieger (2014 und 2018), der über 260 Mal in der Super League für den FCZ aufgelaufen ist.

Urdorf und der FC Zürich - sonst gab es in der Karriere keine anderen Klubs für den Offensivspieler. Obwohl es immer wieder mal Angebote gab, so wie 2018, als ihn sein ehemaliger Trainer Urs Fischer zu Union Berlin holen wollte. Er sei sich aber nicht sicher gewesen, ob man ihm in Berlin die Zeit für einen sorgfältigen Aufbau geben würde, sagte er damals.



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